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Dorn-Methode
Wie Dieter Dorn zu seiner Methode fand
Die Familie Dorn bewirtschaftet im Allgäu einen Bauernhof und ein
Sägewerk. Für diese anstrengende Arbeit ist körperliche Gesundheit die
wichtigste Voraussetzung. Vor einigen Jahren bekam Dieter Dorn einen
Hexenschuß und konnte sich vor Schmerzen kaum noch bewegen.
Er suchte einen „Einrichter“ auf, den er zuvor, als noch beschwerdefreier
Mensch, jahrelang nicht ernstgenommen hatte, da auf diesem Gebiet
Orthopäden, Ärzte und Heilpraktiker zuständig sind, aber doch kein Bauer.
Was dieser mit seinem Daumendruck an der Wirbelsäule vollzog und dabei
erreichte, löste bei Dieter Dorn helle Begeisterung aus; denn er konnte
sich wieder frei bewegen und die Arbeit im Sägewerk gleich wieder
aufnehmen.
Die Anregung des damals 79-jährigen Mannes, Dieter solle doch seine
Tätigkeit nach seinem Tode weiterbetreiben, da er dazu Talent hätte,
begeisterte ihn. Er ließ sich die Vorgehensweise der Behandlung erklären.
Seine erste Patient war seine Ehefrau, die seit 20 Jahren an
ununterbrochenen Kopfschmerzen litt. Den früheren Rat des ärztlichen
Professors zur Operation der HWS, wegen zwei zu langer Wirbelfortsätze
wagte sie risikohalber nicht. Dorn fühlte diese Wirbelfortsätze und
drückte sie mit den Fingern in ihre ursprüngliche Lage. Ergebnis: Die
Kopfschmerzen verschwanden innerhalb weniger Stunden.
Seine zweite Patientin war eine an Ischias leidende
Nachbarin, welche zuvor monatelang den Hausarzt
aufsuchte, der mit Spritzen und Bestrahlung vorübergehend das Leiden
linderte, bis es auf einmal so schlimm ausartete, daß die Patientin nicht
mehr zu gehen vermochte. Hier korrigierte er das Hüftgelenk und drückte
die harten Gesäßmuskeln weich. Nach wenigen Stunden blieben die
Beschwerden anhalten aus.
Da, der fast 80-jährige Bauer starb, kamen mit der Zeit immer mehr
Hilfesuchende zu Herrn Dorn und vielen hat er helfen können. Auch Ärzte
und Orthopäden gehören zu seinen Patienten, oft auch später zu seinen
Schülern. Mit der Zeit entwickelte er die „Einrichtmethode“ immer weiter,
die Methode Dorn entstand.
In weiteren Übungen fand Dieter Dorn heraus, daß jeder einzelne selbst in
der Lage ist, seine Gelenke und die Wirbelsäule samt Bandscheiben, in die
richtige Stellung zu bringen. Ein solcher Rat empfiehlt sich für
eventuelle Nachbehandlungen zur Stabilisierung und Vorbeugung.
Ganz im Gegensatz zum üblichen Dehnen und Strecken in der Chiropraktik
bietet diese Art mit Fingerdruck bei gleichzeitigem Arme- bzw. Beinpendeln
eine gezieltere, sanftere und daher empfehlenswerte Behandlung an der
Wirbelsäule. Dies setzt allerdings sensible und auch geübte Hände voraus.
Natürlich gibt es auch recht differenzierte Verfahren, welche gründliche
und anatomische Kenntnisse voraussetzen und nur dem Arzt oder
Heilpraktiker vorbehalten sind. Es ist ohnehin notwendig, frische Fälle –
besonders nach Unfällen – zu röntgen, da möglicherweise ein Wirbelbruch
vorliegen könnte.
Die Wirbelsäule und ihre Verbindungen
Die Wirbelsäule ist nicht nur das zentrale „Stützorgan“ des Körpers,
sondern vor Allem auch die stabile Schutzhülle für das Rückenmark, das
übergeordnete Steuerungsorgan für alle Funktionen der Organe, Gewebe, ja
jeder Zelle unseres Körpers.
Schmerzen, Funktionsstörungen und entsprechend Veränderungen im Gewebe –
nicht nur im Rücken, sondern auch in jeder anderen Körperregion, sind sehr
häufig verursacht durch eine Irritation des aus dem Rückenmark
ausstrahlenden Nervs infolge einer Verschiebung, Fehlstellung oder
Blockierung einzelner oder mehrerer Wirbel.
In solchen Fällen liegt hier dann auch der Ansatzpunkt für eine solche
Therapie. So kann z. B. ein Schmerz am Zeh auf einen Defekt der
Halswirbelsäule deuten. Auch bei Fersensporn und Hühneraugen als
Reflexpunkte, könnte eine deformierte WS als Ursache für nicht ganz
ausgeschlossen werden.
Auch Krebsleiden und psychische Störungen stehen in sehr engem Bezug zur
Wirbelsäule.
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Gerader Rücken nur durch Beidhändigkeit
Anders als bei den Tieren ist die Wirbelsäule bei uns Menschen durch
die aufgerichtete, meist stehende Haltung ein
über-empfindliches Knochengerüst.
Biegungen der Wirbelsäule entstehen hauptsächlich durch einseitige
Körperhaltung und einseitige Arbeitsweise. So sollte ein Rechtshänder
etwas mehr an den linken Arm denken, so wie ein Linkshänder mehr
seinen rechten Arm benutzen sollte, um die Wirbelsäule in gerader
Stellung zu halten. |
Krummer Rücken durch ein
länger gewordenes Bein
So selten sich Armgelenke lösen, so häufig kommt es zu
Gelenkfehlstellungen in den Beine. Es ist daher sehr sinnvoll, von Zeit zu
Zeit die Beinlängen zu kontrollieren. Das geht am besten liegend, wenn man
beide Beine gestreckt 90 Grad zum Körper abwinkelt und mit den Schuhen
Absatz an Absatz hält. Das länger gewordene Bein wäre dann
behandlungsbedürftig. Dazu prüfen wir mit verschiedenen Übungen Fußgelenk,
Kniegelenk und
Hüftgelenk. Es ist mehr auf das länger gewordene Bein zu achten, als auf
die Schmerzstelle, welche sehr oft auf das benachbarte oder
gegenüberliegende Gelenk ausstrahlt.
Wenn sich Gelenke lockern, so liegt das häufig weniger an
Abnützungserscheinungen, sondern vielmehr an den erschlafften und
überdrehten Gelenkbändern, deren Aufgabe es ist, die Gelenke zusammen zu
halten. Es dauert oft einige Wochen bis die Bänder wieder straff sind und
die Gelenke wieder halten. Während des Heilungsprozesses sollte man von
Stretchingübungen abraten.
Einflüsse durch Muskeln
Solange zu harte, verkrampfte, aber auch zu schlaffe und aufgeschwemmte
Muskeln die Wirbel-säule umgeben, kann deren Stabilität nicht erreicht
werden. Bei zu harten Muskeln ist vorwiegend falsche übersäuerte und zu
salzige Ernährung und zu wenig Flüssigkeit im Spiel. Verkrampfte Muskeln
entstehen durch Angst, Strenge und durch Klammern an das Gestrige.
Schlaffe Muskulatur liegt oft parallel mit niedrigem Blutdruck,
Resignation und Mangel an Lebensfreude.
Die Muskulatur lässt sich mit entsprechenden Massageölen gut beeinflussen.
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